Abschlussrede JHV

JHV 14.03.2018, Abschlussrede des Vorsitzenden

 

Bevor wir die Versammlung schließen, möchte ich noch etwas loswerden, das einem nicht nur als Vorsitzender beschäftigt.

Jeder Mensch lebt von dem was die Natur hergibt. Das fängt u.a. mit der natürlichen Sauerstoffproduktion an.

Wasser, Pflanzen, Fische, Pflanzenfresser, Fleischfresse, Allesfresser und vieles mehr bilden ein sehr komplexes System, das viele menschgemachte Schädigungen aufweist, weshalb wir, alle die wir hier sitzen, mehr oder weniger ein bisschen Naturschutz vor Ort machen und über unseren Mitgliedsbeitrag auch überregionalen Naturschutz unterstützen.

Alles in allem muss man sich leider fragen, was gegen das bisschen Naturschutz spricht, den der ein oder andere Zeitgenosse in Frage stellt.

 

Da kommen Bemerkungen „Ihr rettet die Welt bzw. Natur sowieso nicht! Ich denke das wissen wir selbst und brauch uns Niemand zu sagen. Auf derartige Bemerkungen kann man verzichten, sind diese doch meistens nur Rechtfertigungen für das eigene Nichtstun und ein immer weiter so. Wir können aber zu einer sehr kleinen Besserung beitragen, genauso wie jeder von uns auf irgendeine Art und Weise zur Verminderung der Biodiversität beigetragen hat bzw. beiträgt. Sei es Energieverbrauch, Boden- oder Gewässerverschmutzung, Ressourcenverbrauch, übertriebener Konsum und vieles mehr. Unser Verhalten können wir korrigieren, einen Teil des Artensterbens evtl. bremsen, im aller günstigsten Fall evtl. stoppen. Wenn etwas einmal ausgestorben ist, dann ist es zweifelsohne  zu spät.

 

Natürlich gibt es auch sehr viele unterschiedliche, z.T. konträre Ansichten in unseren Reihen. Dabei denke z.B. an Biber, Verkehr, Konsumvorstellungen, Windkraftanlagen, Luchs, Wolf und andere Themen.

 

Sicherlich werden im Naturschutz auch Fehler gemacht. Werden diese jedoch erkannt, dann werden diese in der Regel abgestellt. Wer nicht aus Fehlern lernt ist auf dem Holzweg und die weltweite Entwicklung ist auf diesem, siehe Klimawandel und rasantes Artensterben

Nach meiner Meinung leistet sich unsere, reiche westliche Gesellschaft Naturschutz auf Sparflamme?

Schlimmer noch, Naturschutz kostet oft kein Geld bzw. man kann auch Geld damit sparen, von Folgekosten ganz zu schweigen. Sehr oft stellt sich dabei die Frage, warum tut man es trotzdem nicht? Ich denke, dass dies z.T. mit einer gewissen, kaum nachvollziehbaren Grundeinstellung gegen den Naturschutz zusammenhängt. Zudem stellt sich leider allzu oft die Frage: Müssen wir auf Teufel komm raus mehr auf den momentanen wirtschaftlichen Erfolg achten und weniger auf die daraus resultierenden Folgen für uns nachfolgenden Generationen? Man muss ja nicht auf alles verzichten, man kann sich aber Mäßigen.

 

Ein paar wenige Beispiele für Fehlverhalten sind übertriebene Beleuchtung, Spritzmittel, Mähen, Mulchen, Sekt- und Bierdusche, Feuerwerk, Superjachten, Schweröl verbrennende Schiffsmotoren, grenzenloser Luxus, Vernichtung von Lebensmittel und vieles, vieles mehr.

Als Entschuldigung kann man verstehen, muss man aber nicht, wenn Jemand etwas so macht, weil es so üblich ist. Hierzu bedarf es allerdings einer gehörigen Portion Gedankenlosigkeit und Gleichgültigkeit.

Wer Umweltnachrichten stetig verfolgt kommt früher oder später zu dem Schluss, 5 vor 12 war es einmal!

 

Wenn keiner mehr etwas hat…………………dann beenden wir damit offiziell die Versammlung und ich Bitte euch, bleibt dabei, macht weiterhin mit und lasst euch von irgendwelchen komischen, naturschutzkonträren Meinungen nicht irritieren.

 

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