Jahresbericht 2013

Was war 2013, was wollen wir 2014?

 

Die NAJU hat im Jahr 2013 auf der Voreller Schlitten gefahren, Schiffchen aus Kieferrinde geschnitzt, mit einem Pferdefuhrwerk einen Bauernhof in Marjoß besucht, Baumarten anhand der Rinde und der Frucht bestimmt, eine Vogelstimmenwanderung durchgeführt, sich am Weidenhotel/-tunnel auf dem NABU-Gelände beschäftigt, den Barfußpfad in Bad Orb begangen, Pilze gesammelt, Vögel im Naturschutzgebiet „Graf-Dietrichs-Weiher“ beobachtet, Nisthöhlen gereinigt und aufgehängt, und das Vogelmuseum in Bad Orb besucht, wonach man zum NAJU-Jahresabschluss bei Andrea und Pepe zum Pizza essen war.

 

Neben NAJU und anderen Terminen wurde z.B. am Schutzgebietsbetreuertreffen im Forstamt Burgjoß, am Fachsymposium in Wetzlar, an zwei Treffen zur Waldkernflächenausweisung, an Treffen der IPS (Schnellbahntrasse) und an der JHV des NABU-Kreisverbandes teilgenommen. Ein Treffen am Villbacher-Golfplatz ergab, dass wir im April eine Blumenwiese auf dem Golfplatz einsäen und einen entsprechenden Pflegeplan hierzu erstellen.

 

Neben dem alljährlichem, vierwöchigen Beweiden wurden weitere Pflegemaßnahmen, unter tatkräftiger Mithilfe der KFD und Landfrauen, an der Wacholderheide durchgeführt. Zudem fand mit dem Landfrauenverein Wacholderheide-Wanderung statt, wobei durch die ausgewöhnlichen Jahreswetterverhältnisse (winterlich bis Anfang April, Trockenperiode im Sommer) die Heideblühte anfangs August äußerst spärlich ausfiel. Als nächste feste Pflegetermine haben wir den 22. März und 5. April in 2014 vorgesehen, wobei wieder jegliche  Mithilfe erwünscht und wichtig ist, um die Kultur- und FFH-Fläche „Wacholderheide am Stacken“ bzw. das besondere Stück Mernes zu erhalten. diese seitens NABU bewältigen können.

 

Trotz Obstbaumpflegearbeiten konnten gewisse Schäden durch Gewitterböen nicht vermieden werden. Am 14. Dezember wurden bei nasskaltem Wetter 20 Obstbäume am Stacken „Neuer Weg“ ausgeschnitten.

 

Im März beteiligten wir uns neben der Merneser-Feuerwehr an der Müllsammelaktion „Sauberhaftes Hessen“. Wir behaupten von uns ein modernes und entwickeltes Volk mit guter Kultur zu sein, der Müll in unserer Landschaft und in den Gewässern spricht eindeutig dagegen! Eine Verbesserung im Umgang mit Müll ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und nicht nur Sache der Feuerwehr und des NABU‘s. In den Weltmeeren treiben z. B. viele Millionentonnen an Plastikmüll, der u. a. zum Tod von Fischen, Roben, Schildkröten und Vögeln führt! Mittlerweile stellt der NABU Fischern Müllsäcke und Container in Häfen zur Verfügung. Zum Müllfischen hat man Kutter in drei Ostseehäfen sowie aus Norddeich in Niedersachsen gewonnen. Man ist dran weitere Fischer, Kommunen und Unternehmer zum Mitmachen zu bewegen. Welch ein Aufwand und eine Naturbeeinträchtigung aufgrund von gleichgültigem und schlampigen Umgang mit derartigem Abfall, den wir z.B. kostenfrei (!?) vor der Haustür abgeholt bekommen!

 

Die Vogelstimmenwanderung ins Emmerichstal wurde wegen heftiger Regengüssen nach ca. 800 m Laufstrecke abgebrochen, da alle Teilnehmer trotz entsprechender Kleidung durchnässt waren .

 

An einen zweitägigen Ausflug im Juni besuchten wir die sehr interessanten Naturschutzgebiete „Salziger See“ im Südharz und das ehemalige Braunkohleabbaugebiet „Grünhaus“ in der Lausitz. Fazit: Unsere diesbezügliche Spenden zum Flächenerwerb waren sinnvoll, da diese besonderen Pflanzen und Tieren zugute kommen.

 

Im September reinigten wir wieder hunderte von Nisthöhlen. Die Belegung war gut bis sehr gut und ist ein Beweis dafür, dass Bedarf an weiteren Nisthöhlen besteht. Z.T. aus Brettabfällen bekamen wir von Werner K. über 100 Nisthöhlen gebaut, von denen der größte Teil bereits aufgehängt wurde.

 

In der Hoffnung ein Storchenpaar bei uns ansiedeln zu können, stellten wir in der unteren Au einen Storchenhorst auf. Zu dem bekamen wir die Anlage eines Teiches auf dem NABU-Gelände genehmigt, den wir am selben Wochenende anlegten. Das Einsäen und Bepflanzen war jahreszeitbedingt nur sehr begrenzt möglich und wird im folgenden Frühjahr fortgeführt. Hiermit und mit dem geplanten Verlängern der Trockenmauer wird eine Aufwertung des Grundstücks „Alte Kläranlage“ bzgl. Vielfalt an Pflanzen und Tieren erreicht. Zudem bekamen wir einen Futterplatz für Greifvögel auf dem NABU-Gelände erstellt.

 

In Oberndorf wurde ein nicht mehr genutzter Erdkeller von den Besitzern mit einer neuen, Katze, Marder und Waschbär sicheren Türe verschlossen. Hier durften wir einen Fledermaus-Einflugschlitz einarbeiten lassen, in der Hoffnung, dass aus der Räumlichkeit ein Fledermaus-Winterquartier entsteht. Wir wollen noch verschiedene Ruhenischen anbringen, um das Fledermausquartier zu optimieren.

  

Es wurden ca. 15 Fledermauskästen erstellt, wovon der größte Teil noch aufzuhängen ist. Durch moderne Bauweisen und Gebäudeabrisse gehen stetig Fledermausnischen verloren, die wir versuchen auszugleichen.

 

Die Jahresabschlusswanderung fand am 27. Dezember statt. Wir liefen von Pfaffenhausen nach Lettgenbrunn zu einer Hütte, in der wir aßen und tranken um gut gestärkt zurück zu laufen. Einige hartgesottene liefen bis nach Mernes.

 

Unter dem Motto „Naturschutz ist auch Menschenschutz“ werden wir auch im Jahr 2014 bestrebt sein GUTES zu bewahren und zu fördern.

 

Reiner Ziegler

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